104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft 2006
Abstract
Abstract
SO.05.04 Schwere Aspergillus-Endophthalmitis nach Lebertransplantation bei einem 8 Monate alten SĂ€ugling Pollack K.1, Naeke A.2, Fischer R.3, Kohlhaas M.1, Pillunat L. E.1 1UniversitĂ€ts-Augenklinik Dresden; 2Kinderklinik des UniversitĂ€tsklinikums Dresden; 3Institut fĂŒr Pathologie des UniversitĂ€tsklinikums Dresden Ziel: Immunsupprimierte Patienten und Patienten nach Organtransplantation haben ein erhöhtes Risiko fĂŒr eine Aspergillose und Aspergillus Endophthalmitis. UrsĂ€chlich fĂŒr die Aspergillus Endophthalmitis ist eine primĂ€re Invasion ĂŒber die chorioidalen und retinalen GefĂ€Ăe. Die rechtzeitige Erkennung und Behandlung der Erkrankung ist wichtig, da die Patienten an einer disseminierten Aspergillus Infektion versterben können. Methode: Wir sahen einen 8 Monate alten Jungen, bei dem 3 Tage nach Lebertransplantation bei biliĂ€rer Leberzirrhose eine einseitige Panuveitis diagnostiziert wurde. Trotz systemischer antimykotischer, antiviraler und antibiotischer Therapie kam es zu einer Befundverschlechterung mit Austritt von purulentem Material in die Vorderkammer und fehlender Darstellbarkeit der Bulbusstrukturen im Ultraschall. Das Auge wurde enukleiert. Die klinischen und histologischen Bilder werden dargestellt. Ergebnisse: Die histologische Untersuchung zeigte eine schwere Pilzendophthalmitis durch Aspergillus mit ausgedehnten Nekrosen und massenhaft Pilzhyfen. Schlussfolgerungen: Die Aspergillus Endophthalmitis ist eine wichtige Komplikation nach Lebertransplantation. Bei schweren VerlĂ€ufen ist die Enukleation erforderlich, um eine vitale GefĂ€hrdung zu vermeiden.
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