|
|
 |
 |
104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft 2006
Abstract
Abstract
SA.01.12 Die PIER Studie: 12 Monatsergebnisse einer Phase III Studie mit Ranibizumab (0,3 und 0,5 mg) nach initialer monatlicher Gabe und anschlieĂendem Wechsel auf dreimonatige Wiederbehandlung bei subfovealer neovaskulärer altersbezogener Makuladegeneration Schmidt-Erfurth U. fĂźr die PIER Studien Gruppe Universitätsklinik fĂźr Augenheilkunde und Optometrie, Medizinische Universität Wien Ziel: Evaluierung von Wirksamkeit und Nebenwirkungsfreiheit von zunächst monatlichen und anschlieĂend vierteljährlichen intravitrealen Injektionen von Ranibizumab in einer Dosis von 0,3 oder 0,5 mg. Dokumentiert wird die Dauerhaftigkeit des Behandlungseffektes Ăźber zwei Jahre mittels optischer Kohärenztomographie (OCT). Methode: Die Patienten wurden nach einem Schema von 1:1:1 in Gruppen randomisiert, die entweder 0,3 oder 0,5 mg Ranibizumab oder eine Plazebobehandlung erhielten. Eingeschlossen wurden Patienten mit einer initialen Sehschärfe zwischen 20/40 und 20/320. In allen Gruppen erhielten die Patienten zunächst drei konsekutive monatliche Injektionen (Monat 0, Monat 1 und 2). AnschlieĂend wurde lediglich in einem Drei-Monats-Intervall wiederbehandelt (Monat 5, 8, 11, 14, 17, 20, 23). Als primäres Studienziel gilt eine durchschnittliche Veränderung der bestkorrigierten Sehschärfe im Vergleich zur Erstvorstellung, ermittelt Ăźber die ETDRS VisusprĂźfung. Sekundärer Endpunkt ist die Zeitdauer bis zur kompletten Remission einer pathologischen Netzhautverdickung. Die Dokumentation der Nebenwirkungsfreiheit umfasst Auftreten und Schwere von okulären und nicht-okulären unerwĂźnschten Ereignissen Ăźber einen Zeitraum von 24 Monaten. Ergebnisse: Eine Gesamtzahl von 184 Patienten mit subfovealer chorioidaler Neovascularisation (CNV) bei alters-bezogener Makuladegeneration mit oder ohne klassische Läsionskomponente wurden in die Studie aufgenommen. Keinerlei signifikante Nebenwirkungen wurden innerhalb der vorliegenden Beobachtungszeit von 12 Monaten dokumentiert. Ein Anstieg der mittleren Sehschärfe im Vergleich zur Erstvorstellung fand sich in beiden Armen, die eine Ranibizumabbehandlung erhielten. Ein RĂźckgang der zentralen Netzhautdicke im OCT zeigt sich reproduzierbar im Anschluss an eine Injektion von Ranibizimab. Die Studie erreichte eine komplette Patientenrekrutierung und einen vollständigen Abschluss der 12-Monats-Beobachtung im ersten Quartal 2006. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse hinsichtlich Wirksamkeit und Nebenwirkungsfreiheit der Phase III PIER Studie sind wesentlich fĂźr den Nachweis, dass weniger häufige als monatliche Wiederbehandlungen ebenso wirkungsvoll sind wie eine aufwändigere kontinuierliche monatliche Behandlungsstrategie. Die Kontrolle der zentralen Netzhautdicke Ăźber OCT scheint ein zuverlässiger Parameter fĂźr das Ansprechen auf die Therapie und die Indikation von Wiederbehandlungen zu sein.
Zurück | Back
|