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104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft 2006

Abstract
Abstract

SO.06.08

Funduskorrelierte Mikroperimetrie bei Patienten mit Typ-2-makulÀren-Teleangiektasien

Charbel Issa P., Scholl H. P. N., Helb H. M., Holz F. G., fĂŒr die MacTel-Studien-Gruppe
UniversitÀts-Augenklinik Bonn

Ziel: MakulĂ€re Teleangiektasien (MT) Typ 2 ist eine seltene Erkrankung der parafovealen Kapillaren mit angiographischer Hyperfluoreszenz temporal der Fovea ohne makulĂ€res Ödem. Um die Lichtunterschiedsempfindlichkeit (LUE) der angiographisch auffĂ€lligen wie auch der angrenzenden Bereiche zu untersuchen, wurde eine funduskontrollierte statische Mikroperimetrie (MP) durchgefĂŒhrt.
Methode: 35 Augen von 18 Patienten mit MT und einem mittleren Alter von 61 Jahren (48–73) wurden eingeschlossen. Die Untersuchung beinhaltete eine Funduskopie, den bestkorrigierten ETDRS-Visus, eine Fluoreszenzangiographie und optische Koherenztomographie (OCT3). FĂŒr die funduskorrelierte statische MP wurde das Nidek MP1 verwendet (Goldmann III Testmarke, Hintergrundbeleuchtung: 1,27 cd/m2, maximale StimulusintensitĂ€t: 127 cd/m2, maximale AbschwĂ€chung: 20 dB).
Ergebnisse: Mit Ausnahme von 2 Augen war die SehschĂ€rfe reduziert (Mittelwert: 0,4; Bereich: 0,1-1,0). Die LUE war in den angiographisch hyperfluoreszenten Arealen temporal der Fovea in allen außer bei 4 Augen reduziert. Die Bereiche reduzierter LUE korrelierten gut mit den angiographisch hyperfluoreszenten Bereichen und waren von Bereichen normaler LUE relativ scharf begrenzt. Bei 19 Augen zeigte sich temporal der Fovea ein absolutes Skotom. In einigen Augen frĂŒher MT-Stadien zeigte sich jedoch auch eine normale retinale SensitivitĂ€t. Insgesamt war die LUE-Reduktion mit dem Stadium der Erkrankung korreliert. In Augen mit zusĂ€tzlicher Hyperfluoreszenz der nasalen parafovealen Region war die LUE-Reduktion geringer als im temporalen Bereich. Die retinale SensitivitĂ€t im Bereich von angiographisch unauffĂ€lligen Bereichen war außer bei 2 Augen im Normbereich.
Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse zeigen, dass MT Typ 2 mit einer funktionellen EinschrĂ€nkung der retinalen SensitivitĂ€t assoziiert sind. Es zeigte sich eine gute topographische Übereinstimmung zwischen angiographisch sichtbaren VerĂ€nderungen und parafovealen Skotomen, welche beide meist temporal der Fovea lokalisiert sind. Die retinale SensitivitĂ€t bildet eine andere QualitĂ€t der Sehfunktion als die SehschĂ€rfe ab; d.h. in Augen mit tiefen parafovealen Skotomen kann immer noch eine gute SehschĂ€rfe erhalten sein. Somit sollte die Untersuchung der retinalen SensitivitĂ€t als zusĂ€tzlicher Parameter fĂŒr Interventionsstudien berĂŒcksichtigt werden.
UnterstĂŒtzung: DFG Heisenberg Stipendium SCHO 734/2-1; EU FP6, Integrated Project "EVI-GENORET" (LSHG-CT-2005-512036); Forschungsförderung der Pro-Retina: Pro-Re/Seed/Issa.1


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