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104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft 2006

Abstract
Abstract

FR.17.10

Perforierende Keratoplastik: Verlängerung der Transplantatüberlebenszeit durch topische Applikation von Everolimus im Rattenmodell

Li X.1,4, Büch G.2, Otasevic L.1, Schlickeiser S.1,3, Bertelmann E.1, Pleyer U.1
1Augenklinik, Campus Virchow-Klinikum, Institut für 2Pharmazie und 3Medizinische Immunologie, Charité - Universitätsmedizin Berlin; 4Augenklinik Tongji, Huazhong Universität für Wissenschaft und Technologie, China

Ziel: Everolimus ist ein neuartiges Immunsuppressivum aus der Gruppe der mTOR-Hemmer mit antiproliferativen Eigenschaften. Aufgrund möglicher Nebenwirkungen dieser Wirkstoffe bei systemischer Applikation ist einer lokalen Anwendung der Vorzug zu geben. Die vorliegende Studie wurde zur Wirkung von Everolimus nach topischer Behandlung für die experimentelle Keratoplastik durchgeführt.
Methode: 16 Lewisratten erhielten 3,5 mm perforierende Keratoplastiken von HLA-Klasse I/II inkompatiblen DA-Spendertieren. Die Empfängertiere wurden randomisiert entweder mit (1) 0,05% mikroemulgiertem Everolimus oder (2) Wirkstoffvehikel behandelt. Die Behandlung wurde am Tag der Transplantation begonnen und als topische Applikation 5x/Tag über 35 Tage fortgesetzt. Die Beurteilung der Transplantate erfolgte nach etablierten Beurteilungskriterien, basierend auf Hornhauttrübung und -ödem.
Ergebnisse: Durch lokale Anwendung von Everolimus konnte eine signifikante Verlängerung der mittleren Überlebenszeit der Hornhauttransplantate (21±7,4 Tage) gegenüber Vehikelanwendung (13,3±1,7 Tage; p=0,013) beobachtet werden.
Schlussfolgerungen: Unsere Ergebnisse belegen, dass die topische Behandlung mit Everolimus eine effektive Therapie zur Verhinderung der Transplantatabstoßung im experimentellen Modell darstellt. Die zugrunde liegenden Wirkmechanismen sind Ziel gegenwärtiger, weiterführender Untersuchungen.
(Gefördert durch DFG Pl 150/14-1)


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