104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft 2006
Abstract
Abstract
SO.06.01 Die Bedeutung von Komplementfaktor H in der Pathogenese der altersabhĂ€ngigen Makuladegeneration (AMD)  Funktionelle Charakterisierung der polymorphen Faktor-H-Variante Y402H Börncke F., Pollok-Kopp B., Sonntag G., Oppermann M. Abteilung Molekulare und ZellulĂ€re Immunologie, UniversitĂ€t Göttingen Ziel: Ziel unserer Arbeit ist die funktionelle Charakterisierung der Faktor H-Variante Y402H. Auf genetischer Ebene konnte eine starke Assoziation von AMD mit einer Tyrosin-Histidin-Substitution im Faktor-H-Protein (FH) an Position 402 nachgewiesen werden. Demnach haben Homozygote fĂŒr die Histidin-Variante ein bis zu 7fach erhöhtes Risiko an AMD zu erkranken. Faktor H ist ein inhibitorischer Regulator der Komplementaktivierung ĂŒber den Alternativen Weg. Hypothetisch könnte der Y402H-Polymorphismus zu einer eingeschrĂ€nkten inhibitorischen AktivitĂ€t von Faktor H fĂŒhren. Der Nachweis dieser FunktionseinschrĂ€nkung wĂŒrde lokale inflammatorische Prozesse als mögliche Ursache der AMD nahe legen. Methode: Aus dem Plasma von jeweils homozygoten Spendern (n=7) wurde FH-402Y bzw. FH-402H immunaffinitĂ€tschromatographisch aufgereinigt. Mittels Titration von aufgereinigtem FH-Protein in ein FH-depletiertes Serum in Anwesenheit / Abwesenheit des Aktivators Zymosan wurde die komplementinhibitorische AktivitĂ€t beider FH-Varianten verglichen. Dazu wurde im Ăberstand mittels ELISA das Ba-Fragment des Komplementproteins Faktor B gemessen. AuĂerdem gelang die Herstellung monoklonaler Antikörper mit differentieller ReaktivitĂ€t fĂŒr beide FH-Varianten. Mittels PrĂ€absorption von FH mit diesen peptid-spezifischen Antikörpern soll die funktionelle Bedeutung dieses FH-Epitops aufgeklĂ€rt werden. Ergebnisse: Die experimentellen Voraussetzungen fĂŒr die biochemische Charakterisierung beider FH-Varianten wurden geschaffen. Ergebnisse der laufenden Arbeiten werden prĂ€sentiert.
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