Logo der DOG
DOG

Anmeldung
Besonderheiten dieser Tagung
Hotels
Gesellschaften
Grussworte
Allgemeine Hinweise und Termine
Informationen f?r Teilnehmer
Zertifizierung
Hinweise f?r Autoren
DOG Informationen
Preise
Ablauf der Tagung
Lageplan
Themen
Wissenschaftliches Programm
Symposien
Kurse
Begleitende Veranstaltungen
Rahmenprogramm
Industrieaussteller
Sponsoren
Impressum
DOG Homepage

104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft 2006

Abstract
Abstract

SO.14.11

Darstellung des Kryptensystems der menschlichen Konjunktiva mit konfokaler in-vivo Mikroskopie (RLSM)

Knop N.1, Knop E.2, Zhivov A.3, Pleyer U.4, Rieck P.4, Velhagen K. H.4, Stave J.3, Guthoff R.3
1Abt. für Zellbiologie in der Anatomie, Medizinische Hochschule Hannover; 2Forschungslabor der Augenklinik CVK, Charite – Universitätsmedizin Berlin; 3Universitäts-Augenklinik Rostock, 4Universitäts-Augenklinik CVK, Charite – Universitätsmedizin Berlin

Ziel: In der menschlichen Konjunktiva gibt es ein System von epithelialen Einsenkungen (Henle u. Stieda Krypten), das wenig bekannt ist, da es in der klinischen Untersuchung nicht auffällt. Die Struktur der Krypten soll mit konfokaler in-vivo Mikroskopie (Rostock Laser Scanning Microscope, RLSM) untersucht und mit histologischen, immunhistologischen und elektronenmikroskopischen Daten verglichen werden.
Methode: Die tarsale Konjunktiva normaler Probanden (3) wurde mit dem RLSM untersucht und verglichen mit Befunden kompletter menschlicher Konjunktivalsäcke von Körperspendern, die als Aufhellungspräparate (20) oder histologisch u. immunhistologisch (7) sowie Raster- (REM, 2) u. Transmissions- (TEM, 4) elektronenmikroskopisch untersucht wurden.
Ergebnisse: Das RLSM zeigt, daß die Schleimhaut in dieser Region in rundlichen Inseln organisiert ist, deren Oberflächenepithel als Teppich polygonaler Zellen erscheint und die von einem Netzwerk schmaler Epitheleinsenkungen getrennt werden, entsprechend dem REM. An den Kryptenflanken lassen sich palisadenartige Zellen mit hellen apikalen Granula und dazwischen liegenden dunklen Räumen darstellen, die im TEM sekretorischen Zellen und Becherzellen entsprechen. Im Epithel und darunter kommen helle Zellen mit dendritischer Morphologie vor. Der Bereich der Basalmembran (BM) erscheint als helle Schicht die sich innerhalb der Schleimhautinseln als helles Faserwerk fortsetzt und zahlreiche dunkle Aussparungen zeigt, die häufig helle Zellen enthalten. Dies entspricht vermutlich den histologisch sichtbaren lymphatischen Zellen, die so durch die BM hindurchtreten. Immunhistologisch finden sich T- u. B-Lymphozyten, Plasmazellen sowie IgA und sein Transporter (SC).
Schlussfolgerungen: Das RLSM erlaubt eine Darstellung der konjunktivalen Morphologie, die bis in ultrastrukturelle zelluläre Details reicht. Das Kryptensystem der menschlichen Konjunktiva ist ein Teil des Augen-Assoziierten Lymphatischen Gewebes (EALT) das u. a. protektives IgA lokal produziert und in den präokulären Tränenfilm sezerniert.


Zurück | Back