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104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft 2006
Abstract
Abstract
SO.09.10 Verlauf der OCT-Makuladicke nach unkomplizierten Kataraktoperationen von Jagow B., Ohrloff C., Kohnen T. Klinik für Augenheilkunde, Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main Ziel: Das zystoide Makulaödem ist die häufigste Ursache für eine spät-postoperative Visusverschlechterung nach unkomplizierter Kataraktoperation. Mithilfe der standardisierten OCT-Makuladickenmessung können schon subklinische Veränderungen der zentralen Netzhautdicke gemessen werden. Mit dieser Methode sollte die Sicherheit heutiger Katarakt-Operationstechnik überprüft werden und mögliche anatomische oder chirurgische Einflussfaktoren auf die postoperative Makuladicke gesucht werden. Methode: In diese prospektive Studie wurden 62 Augen von 31 Patienten ohne Makulapathologie eingeschlossen. Die Patienten erhielten an je einem Auge eine Phakoemulsifikation mit IOL-Implantation. Die Partneraugen wurden als Kontrollgruppe untersucht. Die minimale Fovea-Dicke und mittlere perifoveale Makuladicke (2,2mm) wurden präoperativ, am 1. postoperativen Tag, eine Woche postoperativ und 6 Wochen postoperativ mit einem Stratus-OCT (Zeiss) gemessen. Zu allen Untersuchungsterminen wurde der Visus c.c. bestimmt und eine Untersuchung an der Spaltlampe vorgenommen. Als mögliche Einflussparameter wurden Achsenlänge und Vorderkammertiefe sowie die Phakolemulsifikationszeit und -energie dokumentiert. Ergebnisse: Päoperativ betrug die mittlere minimale Foveadicke 185,77±23 µm. Sechs Wochen nach der Operation stieg dieser Wert an auf 197±32 µm in den operierten Augen und 186±36µm in den Partneraugen. Die Änderungen der mittleren Foveadicke waren jedoch zu keinem Zeipunkt signifikant. Die am ersten postoperativen Tag gemessenen Foveadickenveränderung der operierten Augen korrelieren nicht mit der Foveadickenänderung 6 Wochen postoperativ. Es konnte keine Korrelation mit den möglichen Einflussparametern festgestellt werden. Ein klinisch signifikantes Makulaödem nach Kataraktoperation wurde in 2 Fällen (6%) festgestellt. Diese 2 Augen zeigten eine Makuladickenzunahme gegenüber präoperativ außerhalb von 2 SD. Schlussfolgerungen: Nach komplikationsloser Kataraktoperation tritt zu keinem untersuchten Zeitpunkt eine signifikante Foveadickenänderung auf. Frühe Foveadickenmessung konnte den Makulastatus 6 Wochen postoperativ nicht voraussagen. Bei den in dieser Studie untersuchten Augen mit gesunder Makula konnten keine Parameter gefunden werden, die mit einer Foveadickenzunahme korrelieren.
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