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104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft 2006
Abstract
Abstract
SO.12.09 Eignung monokularer Augmented Reality – Technologien in der Automobilproduktion Kampmeier J.1, Cucera A.1, Fritzsche L.2, Brau H.2, Duthweiler M.3, Lang G. K.1 1Augenklinik, Universitätsklinikum Ulm; 2DaimlerChrysler AG, Ulm; 3DaimlerChrysler AG, Wörth Ziel: Die Augmented Reality (AR) reichert die reale Umgebung mit visuellen Informationen an, die für Arbeitsprozesse hilfreich sein können. Die somit erweiterte (augmentierte) Realität ermöglicht eine standortunabhängige und kontextsensitive Versorgung des Nutzers mit Informationen. Ein kopfgestütztes Head-Mounted-Display (HMD) ermöglicht über einen teildurchlässigen Spiegel die Präsentation der Informationen vor dem dominanten Auge mittels Lasertechnik. Die Akzeptanz dieser neuen AR-Technologie wird in dieser Studie evaluiert. Methode: 45 augengesunde Probanden wurden randomisiert in 3 Versuchsgruppen eingeteilt, die verschiedene Aufgaben über den Verlauf eines simulierten Arbeitstages erfüllten. Gruppe 1 bekam zur Aufgabenerledigung konventionelle Hilfsmittel (Papierlisten) zur Verfügung gestellt, Gruppe 2 trug zusätzlich das ausgeschaltete HMD und Gruppe 3 trug nur das eingeschaltete HMD ohne weitere Hilfsmittel. Die subjektive Einschätzung erfolgte mittels standardisiertem BMS-Fragebogen (Beanspruchungs-Mess-Skala) und dem d2-Aufmerksamkeits-Belastungs-Test. Ergebnisse: Es gab keine signifikanten Unterschiede zwischen den drei Versuchsgruppen bezüglich der psychischen Belastung, der Konzentrationsleistung, sowie der in der Nachbefragung subjektiv berichteten körperlichen und psychischen Beschwerden. An subjektiven Beschwerden wurden Druck und Verschwommensehen auf beiden Augen, sowie Kopfschmerzen von 10 Probanden angegeben. Schlussfolgerungen: Ophthalmologisch fand sich bei allen Probanden keine Änderung der objektiven Untersuchungsparameter. Eine reduzierte Akzeptanz des HMD fand sich bei den Probanden aufgrund anderer nicht ophthalmologischer Probleme, wie z. B. das Gewicht der Geräte und die Länge des Kabels. Vorteile können jedoch in der Arbeitsprozessoptimierung gesehen werden.
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