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104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft 2006

Abstract
Abstract

DO.02.14

Morphologische NetzhautverĂ€nderungen im OCT als prognostische Faktoren fĂŒr die EffektivitĂ€t der antiangiogenetischen Therapie der AMD

Polak K., Bolz M., Ahlers C., Funk M., Georgopoulos M., Schmidt-Erfurth U.
UniversitĂ€tsklinik fĂŒr Augenheilkunde, Medizinische UniversitĂ€t Wien

Ziel: Morphologische VerĂ€nderungen bei feuchter AMD könnten unabhĂ€ngig vom LĂ€sionstyp als prognostische Faktoren fĂŒr das Ansprechen auf eine anti-VEGF Behandlung dienen. Wir untersuchten den prognostischen Wert verschiedener morphologischer VerĂ€nderungen wie das Vorhandensein von Zysten, einer Pigmentepithelabhebung (PED) oder von subretinaler FlĂŒssigkeit (SRF) in Bezug auf den Visus sowie auf die anatomische IntegritĂ€t der Netzhaut.
Methode: 29 Patienten mit feuchter AMD (7 mit okkulter CNV, 12 mit klassischer CNV, 5 mit minimal klassischer CNV und 5 RAP-LÀsionen) wurden mit Ranibizumab intravitreal behandelt. Morphologische VerÀnderungen der Retina wurden mit OCT vor der Behandlung sowie eine und jeweils 4 Wochen nach der Behandlung erfasst.
Ergebnisse: Bei 13 LĂ€sionen wurden zystische VerĂ€nderungen festgestellt, davon große zentrale Zysten bei 10 Augen. Eine PED wurde ebenfalls in 13 FĂ€llen beobachtet, SRF in 17 FĂ€llen. Die Anzahl der VerĂ€nderungen mit zystischen LĂ€sionen zeigte eine Tendenz zur Reduktion nach einer Woche und einem Monat, die jedoch nicht signifikant war. Dagegen nahm die Zahl der LĂ€sionen mit großen zentralen Zysten bereits nach einer Woche (p<0.02) signifikant ab, dieser Effekt hielt auch noch nach einem Monat an (p<0.034). Auch die Anzahl der LĂ€sionen mit SRF war nach einem Monat signifikant geringer (p<0.02).Die Zahl der LĂ€sionen mit PED blieb jedoch unverĂ€ndert. Bei Augen mit zystischen LĂ€sionen (VA Score 49.3±11.8SD) war der Ausgangsvisus signifikant geringer (p<0.0007) als bei Ödemen ohne Zysten (VA Score 65.5±5.0 SD). Der Ausgangsvisus war bei LĂ€sionen mit PED nicht unterschiedlich im Vergleich zu LĂ€sionen ohne PED. Eine Woche und ein Monat nach der Behandlung zeigte sich keine signifikante VisusĂ€nderung in der gesamten Gruppe der LĂ€sionen. Der Anstieg der SehschĂ€rfe eine Woche und ein Monat nach der Behandlung war nicht unterschiedlich zwischen LĂ€sionen mit- oder ohne Zysten, PED oder SRF.
Schlussfolgerungen: Große zentrale Zysten und subretinale FlĂŒssigkeit sind bereits 1-4 Wochen nach der Behandlung mit Ranibizumab signifikant reduziert. Dies ist in diesem knappen Zeitraum nicht von einer Änderung der Sehkraft begleitet. LĂ€ngerfristige Untersuchungen werden zeigen, ob morphologische VerĂ€nderungen wie Zysten, PED oder SRF geeignete PrĂ€diktoren fĂŒr den Erfolg einer antiangiogenetischen Therapie der feuchten AMD sind.


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