104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft 2006
Abstract
Abstract
DO.02.12 Hochauflösende optische Kohärenztomographie (HR-OCT) in der Darstellung früher Veränderungen bei altersbezogener Makuladegeneration Geitzenauer W., Simader C., Michels S., Ahlers C., Schmidt-Erfurth U. Klinik für Augenheilkunde und Optometrie, Medizinische Universität Wien Ziel: Die Darstellung von frühen Veränderungen bei trockener und feuchter altersbedingter Makuladegeneration durch dreidimensionale hochauflösende optische Kohärenztomographie (HR-OCT). Methode: Mit einem hochauflösenden Spectral Domain-OCT-System mit axialer Auflösung von 6 µm und bis zu 20.000 A-Scans pro Sekunde wurden 6x6 mm große Netzhautareale gescannt. Die Eindringtiefe des Systems betrug 2 mm. Aufnahmen von Patienten wurden in 256x256x1024 und 512x128x1024 Voxel-Darstellung gemacht. Im Gegensatz zur konventionellen Methode mit 6 radiären Schnitten wurden alle Bildpunkte im Messbereich nach Rastertechnik reell ausgemessen und dokumentiert. Ergebnisse: Kleine Drusen stellten sich als lokalisierte Abhebungen des retinalen Pigmentepithels (RPE) mit intaktem Schichtaufbau der darüber liegenden Photorezeptoren dar. Große Drusen zeigten RPE-Abebung mit assoziiertem Verlust der Integrität des Photorezeptorenbandes. Bei frühen Formen von choroidalen Neovaskularisationen konnten die Veränderungen der Choriokapillaris-RPE-Übergangszone identifiziert werden. Charakteristischerweise war die Durchtrittstelle der Proliferation durch das RPE-Band identifizierbar, häufig begleitet von lokaler subretinaler Flüssigkeit. Schlussfolgerungen: Hochauflösende optische Kohärenztomographie zeigt deutlich die pathognomonischen Veränderungen und schrittweise Progression bei alterbezogener Makuladegeneration. Bereits im frühen Stadium ist eine Destruktion der Photorezeptor-Integrität nachweisbar. Durch das hohe Auflösungsvermögen der gewählten Untersuchungsmethode können histologische Veränderungen wie kleinste RPE-Abhebungen und Veränderungen im Photorezeptor-Band eindeutig dargestellt werden. Die Raster-Scan-Technik erlaubt eine detaillierte Untersuchung von benachbarten anatomischen Strukturen.
Zurück | Back
|