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104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft 2006
Abstract
Abstract
SO.05.03 Primäre Vitrektomie mit intraokularer Antibiotikaapplikation bei Endophthalmitis Rehak M., Meier P., Wiedemann P. Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universität Leipzig Ziel: Die Durchführung einer Pars-plana-Vitrektomie mit intravitrealer Antibiotika Gabe ist ein anerkanntes Verfahren zur Behandlung einer Endophthalmitis. In der vorliegender Studie werden die eigenen Ergebnisse nach dieser Therapie evaluiert. Methode: Wir analysierten die Daten von insgesamt 56 Patienten, die im Zeitraum von Januar 2000 bis März 2006 mit einer Endophthalmitis in unserer Klinik vorgestellt wurden. Zur Therapie der Endophthalmitis erfolgte bei allen Patienten eine Pars-plana-Vitrektomie, intravitreale Antibiotikaapplikation und systemische Antibiose. Die Visus-Ergebnisse und postoperative Komplikationen wurden bewertet. Zum Erregernachweis wurde die bei allen Patienten das Glaskörpermaterial mikrobiologisch untersucht. Der postoperative Nachbeobachtungszeitraum nach Viktrektomie betrug zwischen 2 Wochen bis 24 Monate. Ergebnisse: Es traten folgende Ursachen für eine Endophthalmitis auf: postoperative Endophthalmitis nach Katarakt-Operation (bei 55% Patienten), perforiertes Hornhaut-Ulcus (16%), traumaassoziierte Endophthalmitis (9%), Zustand nach Vitrektomie (7%), Zustand nach fistuliender Operation (4%). Es wurden 5 endogene Endophthalmitiden operiert (9% Patienten). Ein positiver Kulturnachweis konnte bei 50 % Patienten erbracht werden. 68% Patienten erreichten postoperativ eine Sehschärfe von mindestens 20/400, bei 21% Patienten betrug die letzte Sehschärfe Lichtwahrnehmung und 6 Augen wurden enukleiert. Schlussfolgerungen: Vitrektomie in Kombination mit intraokularer Antibiotikaapplikation ist ein geeignetes Mittel zur Behandlung der Endophthalmitis und führte bei Mehrzahl der Patienten zum Erhalt eines orientierenden Sehens.
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