Logo der DOG
DOG

Anmeldung
Besonderheiten dieser Tagung
Hotels
Gesellschaften
Grussworte
Allgemeine Hinweise und Termine
Informationen f?r Teilnehmer
Zertifizierung
Hinweise f?r Autoren
DOG Informationen
Preise
Ablauf der Tagung
Lageplan
Themen
Wissenschaftliches Programm
Symposien
Kurse
Begleitende Veranstaltungen
Rahmenprogramm
Industrieaussteller
Sponsoren
Impressum
DOG Homepage

104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft 2006

Abstract
Abstract

DO.07.09

Vergleich von Frequenzverdopplungsperimetrie und achromatischer Perimetrie bei Patienten mit Migräne ohne Aura und Normalprobanden

Göbel K.1, Boyraz M.2, Schröder A.2, Erb C.1,2
1Schlosspark-Klinik, Abteilung für Augenheilkunde, Berlin; 2Medizinische Hochschule Hannover, Augenklinik

Ziel: In der Frequenzverdopplungsperimetrie (FDP) werden vor allem die magnozellulären Ganglienzellen (M-Zellen) getestet. Das Ziel dieser Untersuchung war es herauszufinden, ob Migränepatienten ohne Aura Auffälligkeiten in der FDP zeigen.
Methode: Es wurden 32 Patienten mit Migräne ohne Aura (m:w=2:30; Durchschnittsalter ± Standardabweichung=40,4±11,34 Jahre) in die Studie mit 19 Normalprobanden (m:w=1:18; 40,15±12,5 Jahre) verglichen. Bekannte Augenerkrankungen sowie Allgemeinerkrankungen galten als Ausschlusskriterium. Bei allen Probanden wurde eine klinische Untersuchung mit Bestimmung von Sehschärfe und Refraktion, Messung des intraokularen Druckes, spaltlampenmikroskopischer Untersuchung der vorderen Augenabschnitte sowie des zentralen Fundus durchgeführt. Daneben erfolgten Gesichtsfelduntersuchungen mittels FDP (FDT, Humprey-Zeiss) sowie achromatischer Weiß/Weiß-Perimetrie (G2, Haag-Streit). Die Ergebnisse von PSD und MD wurden in beiden Gruppen miteinander verglichen.
Ergebnisse: Die ophthalmologischen Untersuchungen waren bei allen Patienten und Probanden unauffällig. In der Frequenzverdopplungsperimetrie ergaben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede. In der Weiß/Weiß-Perimetrie hatten die Migräne-Patienten im MD-Wert signifikant schlechtere Ergebnisse (Mann-Whitney-U-Test: rechtes Auge: p=0,000049, linkes Auge: p=0,000260).
Schlussfolgerungen: Bei Patienten mit Migräne ohne Aura kommt es zu einer Lichtunterschiedsempfindlichkeitsherabsetzung in der Weiß/Weiß-Perimetrie, nicht aber in der FDP. Dies deutet auf eine stärkere Beteiligung des parvozellulären Zellsystems hin. Bei perimetrischen Untersuchungen müssen in Zukunft diese Einflüsse berücksichtigt werden.


Zurück | Back