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104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft 2006

Abstract
Abstract

FR.09.02

Podosomale Strukturen als Orte der Zell-Matrix-Interaktion in humanen kornealen Epithelzellen

Kampik D., Geerling G., Grehn F., Schlunck G.
Universität Würzburg, Augenklinik und Poliklinik

Ziel: Defekte in der Zell-Matrix-Interaktion in humanen kornelaen Epithelzellen können zu rezidivierenden Erosionen, dystrophischen Hornhauterkrankungen oder einer verlangsamten Heilung der Oberfläche führen. Wir konnten zeigen, dass primäre humane corneale Epithelzellen podosomale Strukturen ausbilden. Diese Adhäsionsstrukturen werden als Vorläufer von Hemidesmosomen angesehen. Ziel war es, ihre mögliche Rolle in der Zell-Matrix-Interaktion zu untersuchen.
Methode: Humane korneale Epithelzellen einer immortalisierten Zelllinie oder aus Auswuchskulturen von Hornhaut-Spenderringen wurden auf Fibronectin-beschichteten Glasobjektträgern ausgesät. Die Zellen wurden mit Kontrollmedium oder Phorbol-12,13-dibutyrate (PDBu) stimuliert, fixiert, mit Phalloidin-TRITC bzw. Antikröpern gegen Cortactin und Vinculin gefärbt. Die Lokalisation der Proteine wurde durch konfokale Lasermikroskopie untersucht. Zur Darstellung von Matrix-Interaktionen wurde Fluoreszenz-markiertes Fibronektin als Beschichtung verwendet.
Ergebnisse: In primären kornealen Epithelzellen und einer cornealen Epithelzelllinie liessen sich podosomale Strukturen immunhistochemisch nachweisen. Nach PDBu-Stimulation nahm deren Anzahl markant zu. Fibronektin wird im Bereich podosomaler Strukturen abgebaut und an Focal Adhesions angereichert.
Schlussfolgerungen: Podosomale Strukturen können auch an kornealen Epithelzellinien untersucht werden. Die Resorption extrazellulärer Matrix im Bereich podosomaler Strukturen spricht für deren mögliche Rolle in der Adhäsion und -migration von kornealen Epithelzellen.


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