|
|
 |
 |
104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft 2006
Abstract
Abstract
DO.13.04 Skeromalazie mit eingeschränkter Bulbusmotilität nach multiplen intraokularen Eingriffen Pogorelov P., Kern T., Kruse F. E., Holbach L. M. Universitäts-Augenklinik Erlangen Ziel: Präsentation von klinischen und histopathologischen Befunden bei einer Patientin mit Skleromalazie und schwerer Motilitätseinschränkung infolge multipler intraokularer Eingriffe. Methode: 66jährige Patientin mit Hornhaut-Banddegeneration, Epithel-Endothel-Dekompensation und dunkel pigmentierten Arealen mit Skleraverdünnung temporal von Limbus am rechten Auge. Der Visus betrug am rechten Auge Lichtscheinwahrnehmung ohne Projektion und 0,63 am linken Auge. Anamnestisch bekannt war ein eindellender Eingriff mittels radiärer Plombe und Kryokoagulation bei einem Hufeisenriss vor 3 Jahren, gefolgt von Plombenextraktion wegen einer bakteriellen Infektion, Entfernung einer konjunktivalen Zyste, pars-plana-Vitrektomie mit Silikonöltamponade sowie einer Kataraktextraktion. Ergebnisse: Es zeigten sich keinerlei Hinweise auf eine rheumatoide Arthritis oder andere immunologische Erkrankung. Auf Grund einer progredienten Ausdehnung der Skleravedünnung mit zunehmender Motilitätseinschränkung sowie Schmerzattacken wurde eine Enukleation des rechten Auges durchgeführt. Histologisch zeigte sich massive konjunktivale Vernarbung mit Skleraverdünnung, intrasklerarer Proliferation des retinalen Pigmentepithels sowie ausgedehnter peribulbärer konjunktivaler Epithelinvasion der Orbita. Es fand sich kein Hinweis auf eine sympathische Ophthalmie. Schlussfolgerungen: Die Patientin zeigte progrediente Skleraverdünnung mit Hyperpigmentierung und Motilitätseinschränkung auf Grund ausgeprägter Bindehautvernarbung mit diffuser Epithelinvasion der Orbita nach multiplen intraokularen Eingriffen. Operative Eingriffe können neben immunologischen Erkrankungen eine Skleromalazie begünstigen und darüber hinaus zu diffuser Bindehautvernarbung mit konjunktivaler Epithelinvasion der Orbita führen.
Zurück | Back
|