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104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft 2006

Abstract
Abstract

FR.10.02

Das HRT II mit Korneamodul in der Diagnostik des Trockenen Auges

Messmer E. M. 
Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München

Die konfokale in-vivo Mikroskopie erlaubt die Darstellung der Lidkante, der Hornhaut und der Bindehaut auf zellulärer Ebene. Sowohl im Kontakt- als auch im Non-Kontaktverfahren können bei Trockenem Auge der Tränenfilm sowie Pathologien des oberflächlichen Bindehaut- und Hornhautepithels wie desquamierende Zellen und filiforme Veränderungen beobachtet werden. Bei Blepharitis mit evaporativem Trockenem Auge können okkludierte Meibomdrüsen mit Infiltration von Entzündungszellen in die tarsale Bindhaut direkt visualisiert werden. Bei Patienten mit Sjögren Syndrom, aber auch bei Patienten mit altersbezogenem Trockenem Auge werden mit der konfokalen in-vivo Mikroskopie Veränderungen der Hornhautinnervation erfasst. Eine Rarefizierung des subepithelialen Nervenplexus mit Zunahme der Tortuositas und der Verzweigungen im Sinne einer versuchten Nervenregeneration ist typisch. Die in-vivo konfokalen Befunde korrelieren gut mit der Schwere des Trockenen Auges. Auch bei Patienten nach refraktiver Chirurgie mit und ohne Trockenes Auge sind normale subepitheliale und stromale Hornhautnerven in-vivo konfokalmikroskopisch oft erst nach Monaten bis Jahren nachweisbar. Klinisch erscheint die Hornhautsensibiliät bereits wesentlich früher intakt. Untersuchungen mit der konfokalen in-vivo Mikroskopie untermauern die Rolle einer gestörten Innervation in der Pathogenese des Trockenen Auges.


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