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104. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft 2006

Rahmenprogramm
Social Programme

Rahmenprogramm
Social Programme
Freitag 22. 9. 2006
Friday 22. 9. 2006
DOG in Concert
DOG in Concert

Ophthalmologen musizieren für Ophthalmologen

   
Zeit:
12.30-14.00 Uhr
12.30-14.00 hrs
   
Ort:

Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin
Herbert-von-Karajan-Straße 1,
10785 Berlin

Der Kammermusiksaal der Philharmonie ist in Fußgängerentfernung vom Kongresszentrum in 5-10 Min. zu erreichen. Einlass ab 12.10 Uhr, pünktlicher Beginn. Eintritt frei.
Alle DOG-Teilnehmer sind herzlich eingeladen, an diesem besonderen Ereignis teilzunehmen.

   
Organisation: F. Grehn, G. Fischer-Varvitsiotis
   
Programm:

Download (PDF)

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Klaviertrio d-moll op. 49
Allegro con moto
- Ulrich Orth (München), Klavier
- Franz Grehn (Würzburg), Violine
- Urs Voßmerbäumer (Mannheim), Cello

Johann Sebastian Bach
Doppelkonzert für Violine, Oboe und
Basso continuo c-Moll (nach BWV 1060)
Langsamer Satz
- Stephan Wiese (Reinach), Oboe
- Hartmut Fleig (Würzburg), Violine
- Ulrich Orth (München), Cembalo
- Constantin Kriegbaum (Pforzheim), Violoncello

Frédéric Chopin (1810-1849)
Nocturne f-moll op. 55 Nr. 1
Scherzo cis-moll op. 39
- Peter Hiss (Lübeck), Klavier

Wolfgang Amadé Mozart (1756-1791)
Flötenquartett in C-Dur (KV Anhang 171)
Allegro - Thema con variazioni
- Dorothea Kuhn (Riedlingen), Flöte
- Oskar Gareis (Pforzheim),Violine
- Marcus Blum (Erfurt), Viola
- Constantin Kriegbaum (Pforzheim), Violoncello

Robert Schumann (1810-1856)
Klavierquintett Es-dur op. 44
Allegro brillante
- Fritz Körner (Bern), Klavier
- Heinrich Thies (Stuttgart), Violine
- Gesine Kiefer (Verden), Violine
- Greda Picht (Lübeck), Viola
- Carolina Berghorn (Waldkirch), Violoncello

Olivier Messiaen (1908-1992)
Aus:Vingt regards sur l’ Enfant-Jésus (1944)
1. Regard du Père - 3. L’ échange
- Georg Fischer-Varvitsiotis (Düsseldorf), Klavier

Johann Sebastian Bach (1685- 1750)
Suite in h-moll
Ouverture - Rondeau - Menuet - Badinerie
- DOG Kammerorchester
- Solo-Flöte: Norbert Pfeiffer
- Leitung: Georg Fischer-Varvitsiotis

   
Mitwirkende: Mitwirkende:
Carolina Berghorn (Waldkirch), Violoncello
Marcus Blum (Erfurt), Viola
Nicolas Feltgen (Freiburg), Violine
Georg Fischer-Varvitsiotis (Düsseldorf), Klavier, Leitung
Hartmut Fleig (Würzburg), Violine
Oskar Gareis (Pforzheim), Violine
Franz Grehn (Würzburg), Violine, Viola
Martin Grüterich (München), Violine
Peter Hiss (Lübeck), Klavier
Esther Hoffmann (Mainz), Violine
Gesine Kiefer (Verden), Violine
Fritz Körner (Bern), Klavier
Constantin Kriegbaum (Pforzheim), Violoncello
Dorothea Kuhn (Riedlingen), Flöte
Ulrich Orth (München), Klavier, Cembalo
Norbert Pfeiffer (Mainz), Flöte
Greda Picht (Lübeck), Viola
Heinrich Thies (Stuttgart), Violine
Urs Voßmerbäumer (Mannheim), Violoncello
Stephan Wiese (Reinach), Oboe
   
Über die Werke:

Mendelssohn Bartholdy: Klaviertrio d-moll
In einem Brief Mendelssohns vom Januar 1832 schrieb er seiner Schwester Fanny „Ich würde gerne einige gute Klaviertrios komponieren“. Dieser Plan wurde erst 1839 mit dem ersten
Klaviertrio in d-moll umgesetzt, das in Leipzig am 01.02.1840 mit Mendelssohn am Klavier, dem Geiger Ferdinand David und dem Cellisten Wittmann aus der Taufe gehoben wurde. Mendelssohn nahm dieses Klaviertrio in seine Londoner Konzertprogramme
auf,wo es auf seinen Konzertreisen 1843 mehrfach zur Aufführung gebracht wurde. Das erste Klaviertrio ist wegen seiner melodiösen Grundstruktur im ersten Satz sehr eingängig und
als Kammermusikstück sehr beliebt, es vereint in meisterhafter Kompositionstechnik die melodiösen Charakteristika von Cello und Geige mit einem durchaus virtuosen Klavierpart.

Bach: Doppelkonzert für Violine, Oboe und B.c.
Das vermutlich in Bachs Köthener Zeit entstandene Konzert BWV 1060 ist lediglich in einer Fassung für zwei Cembali und Orchester überliefert. Höchstwahrscheinlich ist dies jedoch eine Bearbeitung eines verschollenen Konzertes für Oboe und Violine. Es existieren zwei Versionen an Rekonstruktionen, die sich in der Tonart unterscheiden (c-Moll und d-Moll). Das Stück erinnert in vielem an das bekannte Doppelkonzert für zwei Violinen
BWV 1043. Im Vordergrund dieser Konzerte steht nicht die Darbietung instrumentaler Virtuosität, vielmehr fasst Bach das Concertando-Prinzip als gleichberechtigtes Dialogisieren auf, bei dem die Grenzen von Solo und Tutti verschwimmen.
Besonderen Reiz hat der filigrane, weite melodische Bögen umspannende langsame Mittelsatz des Werkes.

Chopin: Nocturne f-moll, Scherzo cis-moll
Das Nocturne f-moll op.55 Nr.1 (1843) beginnt mit einem volksliedhaften Thema wie ein kleines sentimentales Salonstück. Zu allem Überdruß wird dieses Thema im ersten Teil noch vielfach wiederholt. Aber man spürt, daß sich unter der Oberfläche ein kleines Drama abspielt. Der Mittelteil (più mosso) führt in eine ganz andere Welt und mündet in harmonisch fast willkürlich aneinandergereihte Akkorde. Die Reprise wiederholt das Anfangsthema nur ein einziges Mal, um in eine Triolenbewegung überzugehen. Das Drama wird offensichtlich, man glaubt plötzlich ein Cello träte hinzu, dann kommt Licht und das Stück endet in mildem F-Dur.
Das Scherzo cis-moll op.39 (1839) ist nach dem Schema A-B-A-B-Coda aufgebaut. Eine skurrile Einleitung, die auf einer Zwölftonskala aufgebaut, soll den Hörer (wie so oft bei Chopin) aufrütteln und schockieren. Der A-Teil wird von motorischen Oktaven (presto con fuoco) geprägt. Kontrastierend dazu der B-Teil mit einem Choral in Des-Dur, der klanglich-pianistisch von plätschernden leggierissimo- Figurationen begleitet wird. Beide BTeile münden in eine jeweils andere Durchführung, wobei vor dem Finale eine Hymne erklingt, die in Paralleloktaven (an den A-Teil erinnernd)übergeht, um in das con-fuoco-Finale zu münden.
Und auch hier, wie bei dem vorangehenden Nocturne und vielen Moll-Werken Chopins, ein Schluß in strahlendem Dur.

Mozart: Flötenquartett C-dur
Dieses, das dritte Flötenquartett, hat eine geheimnisvolle Geschichte. Wir kennen es als nur 2-sätziges Werk: Allegro und Thema (Andantino) mit 6 Variationen. Dieser 2. Satz ist beinahe identisch mit dem sechsten der Serenade in B-dur KV 361 für zwölf Bläser. Musikwissenschaftler haben lange darüber diskutiert, ob die Version für Flöte und Streicher nur eine anonyme Bearbeitung des 1788 in Auftrag gegebenen Stücks für Bläser sei. Jedoch fand man eine Skizze der Takte 149 bis 158 des ersten Satzes auf einem Blatt Papier, das Mozart für andere Werke verwendet hat. Daraus und aus der Art des Papiers konnte man auf die Entstehungszeit nach 1781 schließen, also auf seine erste Zeit in Wien. Es wurde also nicht wie die ersten beiden Quartette in Mannheim geschrieben.

Schumann: Klavier-Quintett Es-Dur
Das Klavier-Quintett, von dem hier der 1. Satz zur Aufführung kommt, hat Schumann im September/Oktober 1842 im Alter von 32 Jahren komponiert. Zuvor waren seine 3 Streichquartette entstanden, die er Mendelssohn widmete. Beide standen seinerzeit unter dem tiefen Eindruck der späten kammermusikalischen Werke des 1827 verstorbenen Beethoven. Schumann widmete das Klavier-Quintett seiner Frau Clara als Überraschung zu deren 24. Geburtstag (September 1843). Es enthält Motive und Gedanken aus Kompositionen von beiden und wurde als ein ‚Liebesbrief in Musik’ bezeichnet.

Messiaen: Vingts regards sur l’ Enfant Jesus
Selbst einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jh., bildete Messiaen ganze Generationen von wichtigen Komponisten des 20. Jahrhunderts aus. Er war der Lehrer u.a. von Pierre Boulez, Karlheinz Stockhausen, Iannis Xenakis. Aus den zwanzig Kontemplationen über das Kind-Gott und die Heilsgeschichte kommen hier zur Aufführung:
1:„Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe. (Matth. 3, 17)“
3:„Abstieg in Feuergarben, Aufstieg in Spiralen; furchterregender Austausch zwischen Mensch und Gott. Gott wird zum Menschen, damit wir göttlich werden.“ („Kommentare vom Komponisten“)

Bach: Suite h-moll
Die Orchestersuite ist in der Zeit Bachs eine Folge stilisierter Tanzstücke, die im Frankreich Ludwigs des XIV. ihre höfische Prägung erfuhr. In dieser Werkgruppe zeichnet sich die in h-moll insofern aus, als Bach in ihr die kompositorischen Mittel des Solo-Concerto-Satzes anwendet, bei dem die Flöte teils dem Tutti angehört und teils Solo auftritt. Die Sätze: Ouverture, langsamer Eingangsteil, fugierter, rascher Mittelteil und langsamer Schlussteil; Rondeau (eigentlich: Gavotte en Rondeau), ursprünglich ein munterer Bauerntanz; Menuet, ursprünglich lustiger Volkstanz, später, in seiner Form als beliebtester Tanz bei Hofe, von vornehmer Gemessenheit; Badinerie (frz. für Tändelei, Geschäker).

   

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