| 8.30 - 10.00 Uhr |
Konferenzraum 11
Madrid
Moderation:
Guthoff R. F. (Rostock)
Dozenten:
Baudouin C. (Paris, F), Guthoff R. F. (Rostock), Labbé A. (Paris, F), Nubile M. (Chieti, I),
Szaflik J. P. (Warsaw, PL)
Teilnahmegebühr:
€ 80
Teilnehmerzahl:
max. 80
Die konfokale in vivo-Mikroskopie ermöglicht es, Bulbuswandstrukturen, insbesondere
die Hornhaut, mit einer Vergrößerung bis zu 800fach abzubilden.
Auf diese Weise wird es möglich, die Zelldichte des Hornhautepithels getrennt nach
superfizial, intermediär und Basalschicht quantitativ zu erfassen und so Veränderungen,
wie sie beim trockenen Auge oder nach Kontaktlinsentragen auftreten, zu beschreiben
und den klinischen Befund zu präzisieren.
Der subepitheliale Nervenplexus wird in seiner Komplexität dargestellt, und Veränderungen
bei Innervationsstörungen, z.B. der herpetischen Keratitis nach Trigeminus-Schädigungen
und im Rahmen der Reinnervation nach refraktiver Hornhautchirurgie können
quantitativ erfasst und das Wundheilungsverhalten beschrieben werden.
Die Keratozyten können in Abhängigkeit ihrer Dichte (im vorderen Stroma finden sich
ca. doppelt so viel Keratozyten pro Volumeneinheit als im zentralen Stroma) quantifiziert
werden, ihr Aktivierungsgrad aufgrund der Darstellung des Zytoplasmas der einzelnen
Zellen beschrieben werden und so Aussagen zur metabolischen Aktivität semiquantitativ
gemacht werden.
Das Endothel ist vergleichbar der Spiegelmikroskopie sichtbar. Zum ersten Mal wird es
möglich, in vivo die Antigen-präsentierenden Langerhanszellen darzustellen und Krankheitsprozessen
zuzuordnen.
Mit der konfokalen in-vivo Mikroskopie erhaltene Befunde lassen eine Subdifferenzierung
des trockenen Auges,Wundheilungsstörungen nach refraktiver Chirurgie sowie die
mikroskopische Beurteilung unterschiedlicher Formen von Sickerkissen nach fistulierender
Glaukomchirurgie zu.
Neoplastische Veränderungen von Hornhaut, Bindehaut und Lidhaut werden der ex-vivo
Histologie vergleichbar dargestellt und die Wertigkeit im Rahmen der Ophthalmoonkologie
diskutiert.
Information is given how to differentiate subpopulations of the epithelium (superficial,
intermedial, basal cells) as well as overall epithelial thickness measurements. This is
exemplified in normal individuals, contact lens wearers and patients with various kinds
of ocular surface disease. Stromal keratocytes are displayed and quantified in different
corneal layers. Information on keratocyte activation by higher densities of scatterers in
the cytoplasm is possible, indicating increased metabolic activity. A more widespread use
of in vivo confocal microscopy will allow to judge woundhealing in all kinds of corneal
disease and repair mechanism such as corneal reinnervation following refractive corneal
surgery.
Cell populations such as Langerhans cells are displayed and quantified allowing information
on immunological corneal activity in vivo.Wound healing modulation in glaucoma
filtering surgery can be displayed on a cellular level and microcyst formation depending
on the influence of Mitomicin C and 5-FU are demonstrated at various stages after
surgery. This information may influence the postoperative management considerably.
The scope of the course is to spread knowledge on in vivo confocal microscopy which
recently has become easy to handle with improved imaging quality and possibilities of
quantitative evaluation of ocular surface structures including cornea, conjunctiva, sclera
and the tarsal plates. |